Paddeltouren

Der Parseta-Fluss mündet am Hafen von Kolobrzeg und bestens für Paddeltouren geeignet. Die Qualität des Wassers ist ausgezeichnet und wird der Gewässerkategorie I und II zugeordnet, die den Bergflüssen entspricht. Es empfiehlt sich die Paddeltour 1 km von der Ortschaft Wrzosowo am sandigen Abhang in der Nähe der Brücke zu beginnen. Der Verlauf der Tour ist sehr malerisch aber nicht sehr anspruchsvoll, lediglich am letzten Abschnitt der Tour, wo die Ufer dicht mit Weidenästen und umgestürzten Baumstämmen wird es  vielleicht anstrengend. Für erfahrene Paddler bedeutet dies eine zusätzliche Attraktion.

Paddeltour auf dem Persantefluss

Start bei 0,0 km – Die Persante ist ein 157 km langer Fluss, dessen Gewässer mit der Sauberkeitsklasse I und II zu den Berggewässern zählt. Als Paddelboot-Route ist sie ziemlich leicht, nur in der oberen Strecke wird sie äußerst anstrengend durch alles zuwuchernde Weiden und umgefallene Bäume. Doch für Adrenalinliebhaber sind das zusätzliche Attraktionen.

2 km – der beste Startpunkt ist die Ortschaft Wrzosowo –  1 km weiter an der Straßenbrücke befindet sich ein leichter, sandiger Abstieg – bestens geeignet, um die Paddelboote vom Stapel zu lassen. Die Paddeltour beginnt mit einer malerischen Strecke, umgeben von Kiefernwäldern mit perfekten Bedingungen zum Zelten.
Die Persante ist an dieser Stelle breit und tiefer als bei dem 11 km entfernten Karlino. In Karlino verbindet sich die Persante mit ihrem größten Zufluss – Radew. Der Fluss ist ein Paradies für Angler. Der am häufigsten vorkommende Fisch, ist die Seeforelle. Man kann auch Bachforellen, Regenbogenforellen, Lache, Äschen,  Barsche oder Hechte angeln. Das beste Fanggebiet der Seeforellen befindet sich auf der Strecke Wrzosowo-Miechęcino.

3 km – an der Stelle, wo der Wald endet, erfreut das Auge eine prächtige Allee und eine kleine Siedlung mit Namen Pyszka, die sich unterhalb des Urtals befindet. Hier wechselt die Persante heftig ihren Lauf, südlich, wo auf beiden Seiten Altwasser zuströmt. Hier gibt es für einen durchschnittlichen Kanuten einen ziemlich schweren, 1,5 m langen Flussfall. Man kann ihn aber auch zurücklegen, ohne aus dem Paddelboot aussteigen zu müssen. Nach einer Weile wird das Tal 0,5 km breit.

4 km der Paddeltour – vor dem Dorf Miechęcino stoßen wir auf eine Unterwasserschwelle. Eine zweite befindet sich 300 m vor der Brücke zu der Ortschaft Bardy auf dem Weg von Pobłocie nach Dygowo. Diese Strecke ist schwer für weniger erfahrene Kanuten und es ist ratsam, das Paddelboot ans rechte Ufer hinüber zu tragen (30m).
6,5 km Nach der bisherigen Fahrt kann man an dem Fluss ein Kliff sehen.

11 km Auf  dieser Routestrecke biegt das Tal allmählich nordwestlich ab und auf der rechten Seite treffen wir erneut auf ein Altwasser. Auf dem Hang des Tals erscheinen Wälder, die hinter dem Dorf Ząbrowo enden, wo das Flussbett oft über die Ufer tritt. Auf dem 17. km fahren wir an einem weiteren Altwasser und an einem  Kliff vorbei.
19 km Hinter dem Dorf Rościęcino verbreitert sich das Tal in das See-Tal hinein. In der Ferne kann man das Panorama von Kolberg und den wunderbar herausragenden Dom sehen. Die Persante wird allmählich breiter und die Flussströmung sehr langsam. Wir fahren an dem links gelegenen Budzistowo vorbei. Hinter dieser Ortschaft verbindet sich mit dem Fluss sein kleiner Zufluss – die Więceminka.


22,5 km
– Von Budzistowo fahren wir geradeaus über den Arm, der in Kolberg die erste Brücke in der Młyńska-Straße trifft. Die Fahrt über diese 50 m lange Strecke erfordert viel Mühe – Strömungsfall und auftauchende Felsensteine verbunden mit Flussstrudel steigern den Adrenalinspiegel im Blut.

Die Bewältigung dieser Hindernisse ist leichter auf der linken Seite des Flusses. Die über die Wasseroberfläche ragenden Überreste der Befestigungsanlagen, stellen die Sehenswürdigkeit Baterdau dar. Ein Befestigungswerk aus vergangenen Zeiten, als Kolberg noch eine Festung war und das zum Beschuss entlang des Flusses und zur Wasserregulierung in dem Festungsgraben diente. Als die Armee einst die gefrorene Persante sprengte, wurde die Befestigung beschädigt und später abgetragen.
Vor uns noch zwei Flussbrücken und wir nähern uns langsam der Persante-Mündung. Süßwasser mischt sich mit Meerwasser und neben den  Süßwasserfischen tauchen nun auch Seefische auf. Von der Seite der ersten Brücke in der Młyńska – Straße verläuft die Salzinsel. Eine Insel, die von einer Seite durch die Persante und von der anderen Seite durch den Holzkanal abgetrennt wird.  Im Mittelalter diente er als Beförderungskanal für Holz und andere Rohstoffe.

26 km – Das Ende unserer Tour ist der Jachthafen, in den wir einfahren, indem wir einen Holzsteg vor der Anlegestelle für Passagierschiffe passieren und die Salzinsel umfahren. Auf der Salzinsel befindet sich eine Taverne, die eines der Denkmäler der alten Kolberger Festung darstellt. Während des II. Weltkriegs diente die Salzredoute als einer der Festungssitze.
Westlich von dem Jachthafen nähern wir uns der Fischeranlegestelle und indem wir uns Richtung Holzkanal begeben, können wir die, im ähnlichen Stil aufgebaute Morast-Festung sehen. Die beste Stelle für den Ausstieg aus den Paddelbooten ist die westliche Seite des Jachthafens an der Ufermauer der Seefahrtsschule, wo sich auch die Slipanlage zum An-Land-Ziehen der Schwimmausrüstung befindet.