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Der Leuchtturm

Zum ersten Mal brannte das Licht des Leuchtturms im Jahre 1666. Zu diesem Zwecke wurde der Turm der Hafenverwaltung verwendet. „Der Leuchtturm“ brannte allerdings nur gelegentlich, wenn man mit dem Schiffverkehr gerechnet hat. Später wurde das Licht direkt am Wellenbrecher angezündet.

In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wurde als Leuchtturm eine Öllampe mit einer  eingebauten Fresnel-Linse verwendet, die in  8 m Höhe über dem Meeresspiegel angebracht wurde und eine Reichweite von ca. 6 nautische Meilen aufwies.
Im Jahre 1899 wurde ein Fachwerkgebäude als Pilotenstation errichtet mit einem 25 m hohen Turm, das nun als Leuchtturm genutzt wurde. Die Lichtquelle befand sich auf einer 14 m Höhe (ü. d. M.) und brachte auf 14 nautische Meilen.
Im Jahre 1909 wurde das Fachwerkgebäude durch ein Ziegelmauerwerk ersetzt. Die Reichweite des Leuchtturms verbesserte sich  auf 12 nautische Meilen.  Die gasbetrieben Glühlampe hat man dabei auf 25 m ü.d.M.
Im März 1945 während der Schlacht um Kolberg wurde der Leuchtturm von deutschen Spezialeinheiten aus strategischen Gründen in die Luft gejagt. Die polnische Artillerie hat ihn nämlich als Beobachtungspunkt genutzt.
Kurz nach dem Kriegsende im Jahre  1945 wurde mit dem Bau eines neuen Leuchtturms begonnen. Allerdings wurde der neue Leuchtturm auf die Fundamente des alten Forts – der alte Leuchtturm stand vor dem Fort, der aktuelle Bau befindet sich auf der Haupplattform des alten Forts.
In den Jahren 1979-1981 wurden der Turm generalüberholt. Nach den Renovierungsarbeiten steht der Turm für Besucher offen. Über die Wendeltreppe erreicht man eine Aussichtsplattform mit einem tollen Blick auf das den Hafen, die Strandpromenade und die Seebrücke.

Fort Münde, die Festung auf dem der Leuchtturm steht

Das erste Verteidungungswerk an dieser Stelle wurde 1627 im Dreißigjährigen Krieg durch kaiserliche Besatzungssoldaten in Kolberg erbaut. Es war ein Blockhaus (bewaffneter Kampfbunker aus Holz und Erde). Nachdem dieses 1709 durch einen Sturm zerstört wurde, baute man hier eine Schanze nach dem Entwurf des Hauptmanns und Ingenieurs Frauendorff. Die Erfahungen des Siebebenjährigen Krieges deckten jedoch die Schwächen bei der Verteidigung der Schanze auf. Während der nachfolgenden Modernisierung der Festung in den Jahren 1770-1774 erbaute man daher anstelle der ehemaligen Schanze ein Fort nach französischen Mustern. Es war ein runder, dreistöckiger, aus Ziegelstein gemauerter und ehemals mit Erde bedeckter Turm. Der Keller mit Brunnen war als Lager bestimmt, die Ebene im Erdgeschoss als Kampfstellung für Infanterie und der erste Stock als Stellung für die Artillerie. Den Zweck der einzelnen Stockwerke erkennt man an den für die jeweiligen Waffen typischen Schießscharten. Bis zur Höhe des des Kellergeschosses war das Fort von einer Erdaufschüttlug umgeben, die von der Landseite die Form von zwei Bastionen hatte und von der Seeseite mit einer Palisade verstärkt war. Während der letzten Modernisierung der Festung in den Jahren 1832-1836 wurde das Verteidugungswerk der Hafeneinfahrt etwas verbessert. Die Aufschüttung um das Fort herum wurde verringert und mit einer Mauer aus Ziegelsteinen ummauert. Der letzte Teil der Mauer an der Südseite wurde 1845 fertiggestellt. Um das Fort herum entstand eine Terrasse. 1899 wurde auf der Aufschüttung neben dem Fort ein Leuchtturm errichtet. Zehn Jahre später wurde dieser durch einen neuen Leuchtturm ersetzt, der während der Kämpfe um März 1845 zerstört wurde. Der heutige Leuchtturm wurde noch im gleichen Jahr auf dem Fort aufgebut. Seitedem bilden das alte Frot und der Leuchtturm eine bauliche Einheit.

 
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