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Salzinsel
Die Salzinsel

Auf der Salzinsel (Wyspa Solna) findet man den Yachthafen und in dessen unmittelbarer Nähe gut erhaltene Reste preußischer Fortifikationen (Reduta solna) aus den Jahren 1770-1774. Die fünfeckige Struktur zwischen dem Fluss Parseta und dem Holzkanal (kanal Drzewny) sollte den Zugang zum Hafen verteidigen.

Von einer kleinen Quelle am Fluss Parsenta (ul. Solna / bulwar nad Parseta) kann stark salziges Heilwasser selber abgefüllt werden. Ein probates Mittel bei Halsschmerzen und Angina.

 

Die Macht Kolbergs wuchs auf der Salzsiederei. Die an Salz reichsten Gebiete befinden sich an der Nordlandzunge der Salzinsel, die sich zwischen dem Holzkanal und dem Fluss Persante befindet. Im 9 Jh., auf dem Gebiet des heutigen Budzistowo, stand eine mittelalterliche Festung und auf der Salzinsel gab es eine kleine Ansiedlung der Salzsieder. Die Einwohner von Kolberg gewannen Salz aufgrund eines komplizierten Wasserverdampfungsprozesses. Das Salz war in diesen Zeiten ein sehr wertvoller Rohstoff. Dank ihm konnte man Fische und andere Lebensmittel konservieren, was einen Fernhandel mit diesen Produkten ermöglichte. Vom 9. bis 12. Jh. blieben die Salzlager in den Händen der pommerschen Fürsten. Erst Ende des 13. Jhs. wurden sie Eigentum der reichsten Bürger der Stadt. Salz wurde auf dem Land- und Seewege befördert. Nach Großpolen führte der im Mittelalter bekannte Salzweg.

Im 18. Jh. funktionierten Gradierwerke von beeindruckender Gröβe, die noch bis Mitte des 19. Jhs. existierten - und mit dem Erscheinen des billigeren Steinsalz auf dem Markt verschwanden. Die Arbeiten in den Kolberger Salzlagern wurden eingestellt.
Bald danach entdeckte man die Heileigenschaften der Sole, die den Kurort Kolberg erblühen ließ. Das Trinken des Kolberger Salzwassers und die Salzbäder gehören noch heute zu allgemein angewendeten Heilbehandlungen.
Heutzutage befindet sich auf der Salzinsel, an der Solnastraβe (Salzstraβe), unweit der Brücke an der Persante eine Salzquelle (ein Überrest der Saline). Es ist ein Treffpunkt sowohl der Kurgäste als auch der Stadteinwohner, die die Sole zum Trinken und zum Gurkeneinlegen schöpfen. Es lohnt sich, diesen Ort zu besichtigen. Man kann dort über einen gekennzeichneten Fußgängerweg aus der Altstadt hingelangen, immer entlang des Flusses.

 


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